Was sind Legionellen?

Und woher kommen die gefährlichen Bakterien?

Legionellen (Legionella) sind eine Gattung der beweglichen Stäbchenbakterien aus der Familie der Legionellaceae. Sie haben eine durchschnittliche Länge von 2 - 5µm und einen Durchmesser von 0,5-0,8µm. Beweglich sind Legionellen durch eine oder mehrere polare oder subpolare Flagellen (Geißeln).

Es gibt weltweit zahlreiche Arten (derzeit 48) und 70 Serogruppen von Legionellen, die verbreitet in Oberflächenwässern und auch im Boden vorkommen.

Wegen der Erkrankung des Menschen ist die bedeutsamste Art die Legionella Pneumophila, deren Anteil gemessen von allen Legionellen-Arten je nach Region etwa 70 % bis 90 % beträgt.

Legionellen besitzen eine Vielzahl erstaunlicher Fähigkeiten und Verhaltensmuster. Durch ihre Beweglichkeit ist ihre Vermehrung auch entgegen der Fließrichtung möglich (Wasserhähne!). Die Vermehrung ist besonders im wärmeren Wasser ausgeprägt, jedoch ist eine sichere Vernichtung oft nicht nachweisbar, da sie auch in eine Art Schlafzustand gehen können, wenn die Umweltbedingungen dies erfordern. Dabei vermehren sie sich nicht und beenden diesen Zustand unvorhersehbar.

Die Legionella Pneumophila bildet einen relativ dicken Biofilm, welcher sie vor Bioziden und rauen Umgebungsbedingungen schützt.

Zurück